Viele Menschen suchen nach Möglichkeiten für ein passives Einkommen in der Schweiz. Die Idee: Geld verdienen, ohne aktiv Arbeitszeit einzutauschen.
Doch was ist realistisch – und was eher ein Mythos? Und wie hoch ist eigentlich das durchschnittliche Einkommen in der Schweiz ?
Was ist passives Einkommen?
Passives Einkommen bezeichnet Einkünfte, die nicht direkt an eine laufende Arbeitsleistung gebunden sind. Im Gegensatz zum klassischen Erwerbseinkommen entsteht es durch Kapital, digitale Produkte oder automatisierte Geschäftsmodelle.
Wichtig:
„Passiv“ bedeutet nicht „ohne Aufwand“. In den meisten Fällen ist zunächst eine Investition von Zeit, Geld oder Know-how notwendig.
Welche Möglichkeiten gibt es für passives Einkommen in der Schweiz?
In der Schweiz sind vor allem folgende Modelle verbreitet:
- Immobilieninvestitionen: Mieteinnahmen aus vermieteten Objekten gelten als klassische Form passiven Einkommens. Allerdings sind hohe Anfangsinvestitionen notwendig.
- Dividenden & Aktien: Kapitalerträge aus Wertpapieren oder ETFs können langfristig stabile Zusatzeinkünfte generieren. Voraussetzung ist Kapital und Risikobereitschaft.
- Digitale Produkte: Online-Kurse, E-Books oder digitale Dienstleistungen können automatisiert verkauft werden – meist nach intensiver Aufbauphase.
- Beteiligungen an Unternehmen: Gewinnbeteiligungen oder Unternehmensanteile können regelmässige Ausschüttungen bringen.
Ist passives Einkommen steuerfrei in der Schweiz?
Nein. Auch passives Einkommen ist grundsätzlich steuerpflichtig.
Je nach Art der Einkünfte fallen unterschiedliche Steuern an:
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Mieteinnahmen werden als Einkommen versteuert
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Dividenden sind einkommenssteuerpflichtig
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Kapitalgewinne können je nach Situation steuerfrei sein (z.B. private Wertschriften)
Die steuerliche Behandlung hängt stark vom Einzelfall und vom Wohnkanton ab.
Wie realistisch ist passives Einkommen?
In der Schweiz ist es grundsätzlich möglich, ein zusätzliches passives Einkommen aufzubauen. Allerdings gilt:
Ohne Kapital oder spezialisierte Kenntnisse sind die Einstiegsmöglichkeiten begrenzt.
Die Mehrheit der Haushalte erzielt ihr Haupteinkommen weiterhin durch Erwerbsarbeit. Passives Einkommen dient häufig als Ergänzung – nicht als vollständiger Ersatz.
Fazit: Passives Einkommen ist möglich – aber aktives Einkommen bleibt entscheidend
Passives Einkommen kann in der Schweiz eine sinnvolle Ergänzung sein. Ob Immobilien, Wertschriften oder digitale Projekte – langfristiger Vermögensaufbau ist durchaus realistisch.
Doch in der Praxis ersetzt passives Einkommen nur selten ein solides Erwerbseinkommen.
Der grösste finanzielle Hebel bleibt in der Regel Ihr aktives Einkommen – also das Gehalt, das Sie durch Ihre berufliche Qualifikation erzielen.
In Branchen wie Finanz- und Rechnungswesen oder HR gehören spezialisierte Fachkräfte mit anerkannten Abschlüssen zu den stabilsten und attraktivsten Einkommensgruppen in der Schweiz. Hier entstehen Einkommensperspektiven, die oft deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Wer seine finanzielle Situation nachhaltig verbessern möchte, sollte daher nicht ausschliesslich auf passive Modelle setzen, sondern gezielt in seine berufliche Weiterentwicklung investieren.
Eine strukturierte Weiterbildung beI BetterStudy kann dabei den entscheidenden Unterschied machen – insbesondere in Berufen mit klarer Aufstiegsperspektive und überdurchschnittlichem Gehaltsniveau.
Langfristige finanzielle Freiheit beginnt meist nicht mit einem Nebeneinkommen, sondern mit einer strategischen Karriereentscheidung.