Der Leitfaden von BetterStudy
5/5

Ausbildung zum Buchhalter/zur Buchhalterin in der Schweiz: Der Leitfaden

Eine Entscheidung für die berufliche Zukunft zu treffen, ist nicht einfach. In diesem Leitfaden erklärt Ihnen BetterStudy – das Schweizer Online-Ausbildungsinstitut für Finanz- und Rechnungswesen – alles, was Sie wissen müssen, um Buchhalter/in in der Schweiz zu werden.

Wir beantworten alle Ihre Fragen: Warum sollte man Buchhalter/in werden? Wie wird man Buchhalter/in? Welche Berufe gibt es im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen? Wie viel verdient ein Buchhalter/in?

Warum sollte man Buchhaltung und Rechnungswesen erlernen und in der Schweiz Buchhalter/in werden?

Die Rahmenbedingungen der Schweizer Wirtschaft: ein Plus für Unternehmen, den Arbeitsmarkt und den Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin

Die Schweiz hat eine starke, widerstandsfähige und stark international ausgerichtete Wirtschaft. Laut dem World Competitive Ranking 2021 der renommierten Managementschule IMD in Lausanne ist die Schweiz das wettbewerbsfähigste Land der Welt. 

Dank einer diversifizierten und auf Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung ausgerichteten Wirtschaft schneidet die Schweiz nicht nur in Zeiten des Wirtschaftswachstums, sondern auch in Krisenzeiten gut ab, wie während der Subprime-Krise 2008 oder der Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19. 

Die Schweizer Wirtschaft ist weit mehr als Banken, Versicherungen und die Uhrenindustrie. Da ist auch die Pharmaindustrie mit Weltmarktführern wie Novartis oder Roche, die Chemie mit Givaudan oder Firmench, der Rohstoffhandel (Genf ist vor London der weltweit führende Standort für den Rohstoffhandel), die Mikrotechnik, die Industrie von Hochpräzisionsmaschinen, die Nahrungsmittelindustrie mit Nestle usw.

Dank des europäischen Hauptsitzes der Vereinten Nationen in Genf (mit WHO, UNHCR, WTO usw.) haben sich hier auch Hunderte von NGOs niedergelassen, darunter die FIFA, die UEFA, das IOC und das IKRK, um nur die bekanntesten zu nennen. 

Buchhalter/in zu werden bedeutet nicht einfach nur, am wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz teilzuhaben, es bedeutet, dazu auf unterschiedliche Weise selbst beizutragen!

All diese großen Namen von internationalen Konzernen oder internationalen Organisationen dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schweiz in Wirklichkeit ein Land der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ist. Die KMU stellen nämlich 99 % der Unternehmen und zwei Drittel der Arbeitsplätze (Quelle: Website des Bundes). 

Auch hier gibt es ein enormes Potenzial für Buchhalter/innen, ihre Fähigkeiten einzubringen. KMU benötigen nicht nur qualifiziertes Personal, um ihre laufenden Buchhaltungs- und Verwaltungsvorgänge zu bewältigen. Da nämlich in den nächsten Jahren eine große Anzahl von Unternehmern/Unternehmerinnen in den Ruhestand gehen wird, ist auch die Problematik der Übertragung eine sehr wichtige Herausforderung, die besondere Fähigkeiten erfordert. Bereits 2018 wurde geschätzt, dass in den nächsten fünf Jahren 70 000 Unternehmen veräußert werden und dass diese Zahl im Laufe der Zeit noch steigen würde (Quelle: Le Temps). 

Eigentümer/innen, die ihr Unternehmen veräußern wollen, haben einen großen Bedarf an Beratung zur Bewertung ihres Unternehmens und zur Minimierung der steuerlichen Auswirkungen auf das Unternehmen und auf sie selbst. Auch hier spielt die Buchhaltung eine zentrale Rolle und verstärkt den Bedarf der Schweizer Wirtschaft an qualifizierten Fachleuten mit dem richtigen Profil in diesem Bereich noch weiter. 

Das wirtschaftliche Umfeld in der Schweiz wird auch durch die Steuerpolitik des Bundes und der Kantone begünstigt. Aufgrund ihrer im internationalen Vergleich sehr attraktiven Besteuerung juristischer Personen – gerade auch nach dem 2018 vom Volk angenommenen Gesetz zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) –bietet die Schweiz sehr günstige Strukturbedingungen für die Unternehmensgründung und die Verlagerung von ausländischen Unternehmen. 

Seit 2019 liegt der durchschnittliche Unternehmenssteuersatz in der Schweiz laut KPMG (Quelle: Swissinfo) bei etwa 15 %, bei beispielsweise 11,9 % im Kanton Zug und 14 % im Kanton Genf. 

Da die Schweizer Wirtschaft robust und gut positioniert ist, um kurz-, mittel- und langfristig zu wachsen, kann man davon ausgehen, dass der Bedarf an Personal im Bereich Buchhaltung in den kommenden Jahren noch steigen wird. 

In der Tat benötigen alle Unternehmen im Wirtschaftsraum Schweiz qualifizierte Arbeitskräfte, insbesondere in unterstützenden Tätigkeiten wie der Buchhaltung. Unternehmen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Bücher nach den geltenden Gesetzen (Obligationenrecht, Gesetz über direkte Steuern, Mehrwertsteuergesetz usw.) zu führen und vorzulegen. 

Die Buchhaltung spielt für jede Art von Organisation eine entscheidende Rolle, ob sie nun gewinnorientiert arbeitet oder mit öffentlichen oder privaten Mitteln (von Spendern) am Laufen gehalten werden soll. Alle diese Einrichtungen haben einen echten Bedarf an qualifiziertem Personal, das ihre Bücher führt, da es hierbei um ihre potenzielle Entwicklung und ihren Fortbestand geht. 

Buchhaltung ist mehr als nur das Erfassen von Rechnungen. Sie ist ein wichtiges Steuerungsinstrument für das Management eines Unternehmens. Tatsächlich wird die Buchhaltung auch als Managementinstrument eingesetzt, das es den Leitern/Leiterinnen dieser Unternehmen ermöglicht, strategische Entscheidungen zur Entwicklung ihres Unternehmens zu treffen. Buchhalter/innen können als Analysten und Berater/innen für das Management fungieren, z. B. bei der Finanzierung von Investitionen in die Entwicklung des Unternehmens, bei der Lohnpolitik oder auch im Steuerbereich. 

Buchhalter/innen haben also ihren Anteil am reibungslosen Funktionieren eines Unternehmens und tragen ganz allgemein zum wirtschaftlichen Erfolg eines Landes bei. 

Als Buchhalter/in kann man in einem Privatunternehmen, im öffentlichen Sektor, in einer Organisation (NGO) oder bei einem Treuhänder arbeiten. Treuhänder bieten Unternehmen und Unternehmern/Unternehmerinnen Buchhaltungs- und Steuerdienstleistungen an.

Treuhandberufe sind für viele Menschen attraktiv, die sich im Bereich Finanzen, Buchhaltung oder Steuern weiterentwickeln möchten. Sie fragen sich vielleicht, was eigentlich für eine Karriere in der Buchhaltung spricht. Die Vorteile, in der Buchhaltungsbranche zu arbeiten, sind zahlreicher Art:

  • Ihre Attraktivität: ein spannender, sinnvoller und gesellschaftlich anerkannter Beruf
  • Die Sicherheit des Arbeitsplatzes: eine Arbeitslosenquote von annähernd 0 %
  • Der finanzielle Komfort sowie die zahlreichen Karriereperspektiven in der Buchhaltung.
  • Interessante und wichtige Aufgaben für Unternehmen und die gesamte Wirtschaft
  • Möglichkeiten der beruflichen Weiterentwicklung, indem man Spezialist/in oder sogar Experte/in auf dem Gebiet wird
Gefällt Ihnen dieser Leitfaden? Teilen Sie ihn mit Ihren Freunden/Freundinnen:

Inhaltsverzeichnis

Laden Sie Ihren kostenlosen Leitfaden ab sofort herunter!
download-leitfaden-buchhalter-werden

Der Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen sucht Arbeitskräfte

Wie alle Bereiche erlebte auch das Rechnungs- und Finanzwesen während der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020 eine Flaute bei den Neueinstellungen. Dagegen spielte (und spielt) die betriebliche Buchhaltung während der Gesundheitskrise für Unternehmen eine entscheidende Rolle bei der Beantragung von Hilfen beim Bund, z. B. für Covid-Kredite, Kurzarbeit, Beantragung von Zuschüssen. Dies sind nämlich Verwaltungsaufgaben, die zur Arbeit eines Buchhalters oder einer Buchhalterin gehören. 

Man sieht also deutlich, dass es sich um einen Bereich handelt, in dem sowohl in wirtschaftlich guten als auch in schlechten Zeiten gut ausgebildetes Personal gefragt ist.

Insgesamt handelt es sich um einen Sektor, in dem ständig neue Mitarbeiter eingestellt werden. Das liegt vor allem daran, dass es noch schwierig ist, die Aufgaben, die ein Buchhalter oder eine Buchhalterin heute erledigt, vollständig zu automatisieren. Tatsächlich ist der Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin von komplexer Natur und eine Robotisierung ist nicht in Sicht, auch wenn die technologische Entwicklung es mit sich bringt, dass bestimmte Prozesse teilweise automatisch ablaufen und schneller ausgeführt werden können.  

Buchhaltung und Rechnungswesen bieten also noch viele Möglichkeiten für schöne Berufskarrieren, die sich je nach Ehrgeiz des Einzelnen ausbauen lassen können. 

Laut einer Studie des Schweizer Personaldienstleisters Adecco (weltweit führender Anbieter von Personallösungen), die in Zusammenarbeit mit der Universität Zürich durchgeführt wurde, wird es im Bereich Buchhaltung und Finanzen zu einem Personalmangel kommen.

Zu den Treuhandberufen gehören unter anderem die folgenden Funktionen:

  • die Buchhaltungsgehilfen/Buchhaltungsgehilfinnen,
  • die Buchhalter/Buchhalterinnen,
  • die Fachfrauen/-männer für Finanz- und Rechnungswesen mit (und ohne) eidgenössischem Fachausweis
  • die Treuhänder/Treuhänderinnen,
  • die Spezialisten/Spezialistinnen für Gehälter und Sozialversicherung,
  • die Steuerfachleute oder Buchhalter/innen, die sich auf die Mehrwertsteuer oder die Lohnadministration spezialisiert haben
  • siehe ausführlichere Liste weiter unten

Laut dem Interview mit Béatrice Galizzi, Leiterin von Adecco für die Westschweiz, das von der Westschweizer Fernsehsendung TTC am Montag, 19. November 2018 geführt wurde, wird es bis 2030 an 500 000 Personen fehlen, um den Bedarf an Human Resources (HR) in technischen Berufen sowie in der Buchhaltung und im Finanzwesen zu decken. Es handelt sich also um einen langfristigen Trend. De facto wird es für Unternehmen immer schwieriger werden, qualifizierte Buchhalter/innen einzustellen.

Im Treuhandsektor wird es vor allem bei den Fachkräften zu einem erheblichen Mangel kommen. Daher ist die Arbeitslosenquote im Bereich Unternehmensfinanzen und Buchhaltung derzeit und noch für viele Jahre niedrig. 

Außerdem verringert dieser Mangel an Buchhaltern/Buchhalterinnen den Wettbewerb unter den Arbeitssuchenden in diesem Tätigkeitsbereich. Die Beschäftigten haben also eine größere Verhandlungsmacht gegenüber den Arbeitgebern mit der Möglichkeit, den Arbeitgeber auch leichter zu wechseln. Letztendlich wird es einfacher sein, gute Arbeitsbedingungen auszuhandeln (Gehälter, Beschäftigungsumfang, Arbeitszeiten, Urlaub, Sozialleistungen, Finanzierung von Weiterbildungen, Boni und verschiedene Prämien). 

Die Gehälter im Bereich Buchhaltung und Finanzen gehören im Vergleich zum Durchschnitt der anderen Berufe in der Schweiz bereits zu den höchsten. Dies dürfte sich also mit dem Mangel an qualifizierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern noch verstärken.

Umgekehrt gibt es für rein administrative Berufe und den kaufmännischen Zweig zu viele Arbeitskräfte im Verhältnis zu den Bedürfnissen der Wirtschaft. Es gibt jedoch Lösungen für einen erfolgreichen beruflichen Übergang. Eine Möglichkeit für diese Berufsbilder, die oft gut ausgebildet und in Besitz eines EFZ als Kaufmann/-frau sind, besteht darin, ihre Ausbildung mit der Vorbereitung auf ein Diplom in Buchhaltung oder sogar einen Fachausweis fortzusetzen, etwa als Fachfrau-/mann Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis. Eine Berufsausbildung mit Schwerpunkt Buchhaltung und Finanzen bietet eine notwendige Ergänzung, um sich beruflich diesen stärker nachgefragten Bereichen zuwenden zu können.

Unter den Berufen mit dem größten Arbeitskräftemangel stehen laut Adecco die Berufe im Bereich Unternehmensfinanzierung und Buchhaltung an zweiter Stelle vor Ärzten und Apothekern, Ingenieuren und Informatikern:

Darüber hinaus ist dieses berufliche Umfeld insgesamt ausgewogen in Bezug auf Männer und Frauen. Laut einer Studie von Career Plus aus dem Jahr 2020 sind 58 % der Beschäftigten Frauen und 42 % Männer. 

Der Buchhaltungssektor: Berufe, die gut zahlen!

Insgesamt bieten die Berufe im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen ein gutes Einkommen, das über dem Durchschnitt anderer Berufe liegt.

Mit einem Medianlohn von 90 000 CHF bzw. 7500 CHF brutto pro Monat ermöglichen die Gehälter in der Buchhaltung einen komfortablen Lebensstil. 

Das Gehalt hängt von mehreren Faktoren ab: Alter, Branche und Arbeitsort. Der Faktor, der die Höhe des Gehalts am stärksten beeinflusst, ist jedoch die Ausbildung, die letztlich mit den Fähigkeiten zusammenhängt, die ein Arbeitnehmer einem Arbeitgeber bieten kann. 

Auch die Berufserfahrung hat einen großen Einfluss auf das Gehalt. Das Gehalt wird nämlich während der gesamten Laufbahn eines Buchhalters/einer Buchhalterin steigen, was ein großer Vorteil ist. Um diesen Vorteil zu nutzen, sollte man im Idealfall so früh wie möglich in den Bereich einsteigen. 

In jedem Fall lassen sich Kompetenzen durch eine Ausbildung schneller entwickeln und es ist gerade das Ausbildungsniveau, das neben der Berufspraxis das Gehalt am stärksten bestimmt. 

Andererseits haben Sprachkenntnisse wenig Einfluss auf die Höhe der Vergütung. Wenn Sie keine zweite Sprache sprechen, erhalten Sie, je nach dem Unternehmen für das Sie arbeiten werden, trotzdem ein Gehalt, das in etwa dem eines Kollegen/einer Kollegin entspricht, der mehrere Sprachen spricht. 

Laut einer Studie von Career Plus ist das niedrigste mediane Jahreseinkommen das von Sachbearbeitern/Sachbearbeiterinnen Treuhand mit 72 500 CHF und das höchste mediane Jahreseinkommen das von Finanzdirektoren, die 150 000 CHF erhalten.

Wie bereits erwähnt, werden aufgrund eines Mangels an Arbeitskräften im Treuhandbereich die Gehälter tendenziell steigen, ebenso wie sich auch die Arbeitsbedingungen fortentwickeln und noch besser als heute sein werden. 

Buchhaltung und Rechnungswesen, ein unverzichtbares Organ jedes Unternehmens

Dem Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen kommt für den Betrieb eines Unternehmens eine Schlüsselrolle zu, unabhängig von seiner Größe (KMU, Großunternehmen), Entwicklungsphase (Start-up, im Wachstum, Reife), ob es sich in einer gesunden Situation oder in finanziellen Schwierigkeiten befindet. 

Vielleicht kennen Sie die Redensart „Cash is king!“, wie man in der Branche sagt?

Der Aufgabenbereich des Buchhalters/der Buchhalterin nimmt einen wichtigen Platz in einem Unternehmen ein, unabhängig von der Art der Tätigkeit (Dienstleistungs-, Handels- oder Industrieunternehmen) oder der Branche (Medien, Mode, Gesundheit, Unterhaltung usw.). 

Die Aufgabe eines Buchhalters/einer Buchhalterin umfasst eine breite Palette von Tätigkeiten innerhalb des Arbeitsumfelds: von der Erfassung von Rechnungen über die Verwaltung des Cashflows, der Bezahlung von Aufträgen und der Lohnadministration bis hin zur Erstellung von Performance-Measurement-Systemen. Wenn die Buchhaltung eines Unternehmens schlecht geführt wird, tragen alle anderen Einheiten des Unternehmens die Konsequenzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, die Buchhaltung ermöglicht:

  • eine bessere Unternehmensführung: Einführung von Strategien, Analyse der Kundenbonität, Optimierung des Managements von Lieferantenkosten usw. ;
  • Entscheidungsfindung in Echtzeit: Erleichterung der Budgetierung und der Überwachung des Cashflows, um einen besseren Überblick über die Auswirkungen der getätigten Einkäufe und Einstellungen zu erhalten;
  • eine gute Zukunftsplanung: Saisonalitätsindikatoren (zur besseren Verwaltung von Beständen und Investitionen), Kenntnis und Verwaltung der eigenen Ressourcen und Kostenstellen usw.

Die Entwicklung des Berufsbildes des Buchhalters/der Buchhalterin

Der Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin hat sich in den letzten Jahren mit dem Aufkommen und der zunehmenden Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) stark verändert. Die IKT haben viele Berufe, darunter auch den Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin, grundlegend verändert. 

Es gibt Buchhaltungssoftware der neuen Generation, mit denen man online auf digitalen Benutzeroberflächen arbeitet, mit den Daten in der Cloud, integriert in die Bankkonten des Unternehmens oder auch in das Online-Zahlungssystem bei Unternehmen, die eine E-Commerce-Website haben. Darüber hinaus können Rechnungen manchmal mit einem einfachen Telefon gescannt werden und es stehen Technologien bereit, die Rechnungen lesen und automatisch verbuchen können.  

Obwohl ein Teil der Aufgaben erleichtert wird, wie z. B. bei Aktivitäten im Zusammenhang mit der Bankabstimmung, ist in den meisten Fällen immer noch menschliches Eingreifen erforderlich. Von einer vollständigen Automatisierung sind wir noch weit entfernt. Meistens muss bei KMUs eine manuelle Eingabe erfolgen, selbst bei den modernsten Softwareprogrammen, egal ob es sich um Kreditoren- oder Lieferantenrechnungen handelt. Der „traditionelle“ Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin, der darin besteht, Transaktionen zu erfassen, existiert immer noch und Validierungs- und Kontrollaufgaben sind immer noch erforderlich

Die berufliche Praxis eines Buchhalters/einer Buchhalterin geht jedoch weit über die reine Erfassung von Buchungen hinaus: Je nach Kompetenzniveau beteiligt sich der Buchhalter oder die Buchhalterin nun aktiv an der operativen Entwicklung mit der Einführung digitalisierter Buchhaltungsprozesse, z. B. durch die Integration und Parametrisierung von Schnittstellen für die Erfassung oder das Finanzreporting.

Darüber hinaus können Beratungstätigkeiten (Finanzanalyse, Kostenrechnung, Wirtschaftsprüfung, Controlling, Fragen der direkten und indirekten Besteuerung) die strategischen Ziele des Unternehmens beeinflussen. 

Die Unternehmensbuchhaltung ermöglicht zwar sicherlich auch eine Analyse der Vergangenheit, interessant ist jedoch die Vorbereitung auf die Zukunft. Mittels der Kennzahlen (Einrichtung und Interpretation der Schlüsselindikatoren von Performance-Measurement-Systemen) ist also eine prädiktive Analyse mit einer Beratungsleistung möglich, alles mit dem Ziel, die strategischen Entscheidungen zur Steuerung des Unternehmens zu leiten. 

Es sind diese Aufgaben mit höherer Wertschöpfung, wie die Analyse und Interpretation von Finanzdaten, die hohe Kompetenzen erfordern, welche in der beruflichen Praxis erworben und in speziellen Ausbildungsprogrammen wie dem eidgenössischen Fachausweis für Fachfrauen/-männer im Finanz- und Rechnungswesen erlernt werden können. 

Zusammenfassend lässt sich auf der Ebene der Entwicklung des Berufsbildes des Buchhalters/der Buchhalterin feststellen, dass der Buchhalter/die Buchhalterin weit über die reine Erfassung von Buchungen hinausgeht. Je nachdem, welches Niveau an beruflichen Kompetenzen erreicht wurde, besteht seine/ihre Rolle darin, aktiv an der Entwicklung des Unternehmens teilzunehmen.

Neben dem technologischen Umfeld, das einige Aspekte des Berufs des Buchhalters/der Buchhalterin verändert hat, ist der Bereich der Buchhaltung und des Rechnungswesens auch Gegenstand kontextueller Veränderungen, die positive Konsequenzen nach sich ziehen. Anders ausgedrückt: Diese strukturellen Veränderungen sind eine gute Nachricht für Menschen, die in die Welt der Buchhaltung und des Rechnungswesens einsteigen wollen:

  • Demografie: Es ist eine Überalterung des Berufsstandes zu beobachten. Die Alterung der Bevölkerung ist ein Phänomen, das im Zusammenhang mit der Generation der Babyboomer wohlbekannt ist. Diese Personen, die zwischen 1946 und 1964 geboren wurden, sind aufgrund der besonders hohen Geburtenrate in der Nachkriegszeit und während der „dreißig goldenen Jahre“ sehr zahlreich. Diese Generation, die gerade massiv in den Ruhestand geht, muss durch frisches Blut ersetzt werden. 
  • Regulierung: Buchhaltung und Rechnungswesen basieren auf Schweizer Recht. Daher ist es für einen Arbeitgeber schwierig, im Ausland ausgebildetes Buchhaltungspersonal einzustellen, da die Standards nun einmal länderspezifisch sind. Dies verleiht den Fachkräften in diesem Bereich einen gewissen Schutz vor ausländischer Konkurrenz und einem Druck auf die Löhne. Natürlich ist es für eine Person, die in der Schweiz arbeiten möchte, immer möglich, ihre Fähigkeiten an den schweizerischen Rechtskontext anzupassen. Andererseits wird es für Unternehmen schwierig sein, Buchhaltungstätigkeiten ins Ausland (z. B. nach Indien oder Marokko) auszulagern, auch aus Gründen des Schutzes sensibler Daten.
  • Politisch-rechtliche Aspekte: Da das Rahmenabkommen, das die Beziehungen zwischen der Schweiz und der Europäischen Union regeln sollte, von der Schweiz nicht unterzeichnet wurde, kann man potenziell die Hypothese aufstellen, dass die Schweiz dazu neigt, ihren für Ausländer – angesichts der hohen Lohnniveaus im Vergleich zu den Nachbarländern, insbesondere Frankreich, Deutschland und Italien – sehr attraktiven Arbeitsmarkt stärker zu schützen. Personalvermittler (Arbeitsvermittlungsagenturen) neigen bereits dazu, ausländischen Bewerbern zu empfehlen, Schweizer Zertifizierungen zu erwerben, um ihre Chance zu erhöhen, schnell eine Stelle im Inland zu finden. 

Welche Berufe gibt es im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen?

An Stellenangeboten für Inhaber/innen eines Abschlusses als Buchhaltungsgehilfe/in oder Buchhalter/in herrscht kein Mangel. Aber welche Positionen können Sie mit diesem Abschluss in der Tasche konkret anstreben? Hier eine nicht erschöpfende Liste der Stellen, die mit unseren Ausbildungen erreichbar sind:

Es gibt also eine Vielzahl von Möglichkeiten für Ihre Karriere in Buchhaltung und Rechnungswesen. So finden Sie leicht den Beruf, der Ihren Ambitionen und Ihrer Karriereplanung am ehesten entspricht. Ein Abschluss in Buchhaltung und Rechnungswesen wird sowohl für einen Aufstieg in der Hierarchie als auch für eine berufliche Neuorientierung mit der Möglichkeit, verwandte Funktionen mit mehr oder weniger Verantwortung zu übernehmen, von Nutzen sein.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, um ein guter Buchhalter/eine gute Buchhalterin zu werden? 

Natürlich muss man gerne mit Zahlen umgehen, um im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen arbeiten zu können. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie ein mathematisches Genie sein müssen. Tatsächlich ist es eher Arithmetik (Grundlagen des Rechnens), die in der Buchhaltung verwendet wird, mit Prozentsätzen zum Beispiel, um die Mehrwertsteuer anzuwenden, und einigen Formeln, um einen Zinssatz zu berechnen. Gute Ausbildungsinstitute bieten ohnehin eine Auffrischung dieser Kenntnisse an, damit sich ihre Lernenden mit dem Thema wohlfühlen.  

Neben einem fließenden Umgang mit Zahlen sind dies die wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen sollte, um Buchhalter/in zu werden:

  • sorgfältig und organisiert sein: eine präzise Arbeitsaufgabe in der vorgegebenen Zeit erledigen und abgeben;
  • Allrounder sein: verschiedene Aufgaben erledigen (Gehaltsabrechnungen bearbeiten, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen erstellen, Auskünfte erteilen, Informationen oder Dokumente suchen usw.);
  • Sozialkompetenz: Kommunikation mit den verschiedenen Abteilungen des Unternehmens, Fähigkeit, bestimmte Konzepte je nach Gesprächspartner/in allgemeinverständlich darzustellen;
  • Einige Tools beherrschen: Mit Excel umgehen und sich an die vom Unternehmen verwendete Buchhaltungssoftware anpassen zu können, ist für einen Buchhalter von großer Wichtigkeit. Außerdem arbeiten alle Buchhaltungsprogramme mehr oder weniger mit den gleichen Verfahren, es sind eher die Benutzeroberflächen, die sich ändern; wenn Sie also mit einer Buchhaltungssoftware vertraut sind, können Sie sich schnell und einfach in eine neue Software einarbeiten.

Für höhere Verantwortungsebenen müssen andere Fähigkeiten entwickelt werden, wie z. B. analytische und synthetische Fähigkeiten

Sehen wir uns nun an, welche verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten es in der Schweiz gibt, um Buchhalter/in zu werden. 

Wie lernt man Buchhaltung und Rechnungswesen?

Zu Beginn dieses Leitfadens haben wir einige Faktoren aufgeführt, die den wirtschaftlichen Erfolg der Schweiz ausmachen. Der Erfolg des Wirtschaftsstandorts Schweiz beruht auch auf seinem sehr leistungsfähigen Bildungssystem und einer ganz bestimmten Besonderheit: einem starken Fokus auf die Berufsbildung bei Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen. Es handelt sich um ein System, das jedem eine Chance gibt, der sich beruflich weiterentwickeln oder umorientieren möchte. 

Wir bei BetterStudy sind stolz darauf, zu den Akteuren zu gehören, die dazu beitragen, die nächste Generation von Buchhaltern/Buchhalterinnen in der Schweiz auszubilden. Die Berufsbildung ist also ein Thema, mit dem wir uns besonders gut auskennen. 

Es gibt drei Hauptwege, um Buchhalter/in zu werden. Jeder dieser Wege kann direkt oder indirekt zum Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin führen.. Wir stellen Ihnen alle Optionen vor, allerdings ist einer dieser Wege der direkteste und schnellste, wenn Sie ein Erwachsener/eine Erwachsene sind, der/die das Ziel hat, Buchhalter/in zu werden. 

Unabhängig davon, welchen Ansatz man wählt, um sich im Berufsfeld Buchhalter/in zu orientieren, wird es in jedem Fall darum gehen, seine beruflichen Fähigkeiten zu belegen. Natürlich ist es auch möglich, „on the job“ zu lernen, aber es wird immer seltener, dass ein Arbeitgeber eine Gelegenheit dazu bietet.

Eine gute Ausbildung vermittelt nicht nur fachliche, sondern auch methodische und persönliche Kompetenzen. Es ist diese Konvergenz der Kompetenzen, die Sie in Ihrer Karriere weit bringen und für Arbeitgeber attraktiv machen wird.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Bildung das Schlüsselelement ist, damit Sie Ihre Karriereambitionen verwirklichen können.

Buchhaltung und Rechnungswesen an der Höheren Handelsschule lernen

Die Handelsschulen bilden zu verschiedenen Abschlüssen aus: zum EFZ als Kaufmann/-frau, zur kaufmännischen Berufsmaturität und zur kaufmännischen Ausbildung für Maturandinnen und Maturanden (FCPM). 

Nach der Orientierungsstufe oder dem Collège (je nach Kanton unterschiedliche Bezeichnung) ist dies die erste Stufe der Berufsbildung für Personen, die keine allgemeinbildende Ausbildung vom Typ „Collège“ oder „Gymnasium“ (je nach Kanton) oder allgemeinbildende Schule absolvieren möchten. 

Das EFZ (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) ist ein landesweit anerkannter Berufsabschluss, der sich an ein junges Publikum (ab 15 Jahren) wendet und in der Regel nach der Pflichtschule erworben wird. Das EFZ Kauffrau/Kaufmann spricht auch junge Erwachsene an, die ein, zwei oder mehr Jahre auf dem Collège verbracht haben und sich neu orientieren möchten, insbesondere für die „duale“ Ausbildung. 

Die jungen Menschen haben nämlich die Möglichkeit, eine Vollzeitausbildung an der Handelsschule mit Praktika im „Espace Entreprise“ oder eine duale Ausbildung zu absolvieren, d. h. sie arbeiten Teilzeit bei einem Arbeitgeber und gehen anderthalb Tage pro Woche in die Handelsschule. Der duale Weg ist das, was man gemeinhin als „Lehre“ bezeichnet. Es gibt zwei Ausbildungsprofile, die auf das EFZ als Kauffrau/Kaufmann vorbereiten: das B-Profil (Basis) mit einer etwas weniger intensiven Ausbildung als das E-Profil (erweitert). 

Die Ausbildung dauert drei Jahre mit Bewertungen während der gesamten 6-semestrigen Ausbildung mit eidgenössischen Prüfungen am Ende der Ausbildung. 

Das Ausbildungsprogramm, das zu einem EFZ als Kauffrau/Kaufmann führt, enthält einen wesentlichen Anteil an Buchhaltung, was grundlegende Kompetenzen für den Einstieg in diesen Bereich vermittelt. Einige Auszubildende, die sich für eine Lehre entschieden haben, können auch einen Arbeitgeber im Bereich der Buchhaltung finden, indem sie z. B. für ein Treuhandunternehmen arbeiten.

Die Ausbildung umfasst auch Betriebswirtschaft, Wirtschaft und Marketing (in den Betriebswirtschaftskurs integriert), Sprachen (Französisch, Deutsch und Italienisch), Recht, Bürokommunikation, Sport und andere Fächer. 

Wer über das EFZ hinausgehen will, kann sein EFZ als Kauffrau/Kaufmann mit einer kaufmännischen Berufsmaturität ergänzen. Der Bildungsgang, der zur kaufmännischen Berufsmaturität führt, kann auch direkt absolviert werden, ohne zuerst ein EFZ zu erwerben. Die kaufmännische Berufsmaturität ermöglicht den bedingungslosen Zugang zur Fachhochschule für Wirtschaft, die zum Netz der FHs (Fachhochschulen) gehört.

Nach einem EFZ ist es möglich, sich auf einen eidgenössischen Fachausweis vorzubereiten, insbesondere für den Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen auf die Prüfungen zur/zum Fachfrau/-mann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis. 

Die kaufmännische Ausbildung für Maturandinnen und Maturanden (FCPM) schließlich richtet sich an Personen mit eidgenössischer Matura (generalistische Ausbildung), die nicht an der Universität weiterstudieren möchten. Sie beschließen vielmehr, ihr Wissen zu ergänzen, indem sie Kompetenzen entwickeln, die den im EFZ-Programm für Kaufleute angestrebten nahekommen.  

Um im Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen zu arbeiten, wird dringend empfohlen, den Lebenslauf mit einem Diplom in Buchhaltung oder einem eidgenössischen Fachausweis Fachfrau/-mann im Finanz- und Rechnungswesen zu ergänzen, je nachdem, welches Projekt angestrebt wird. Weitere Informationen finden Sie in Punkt 3 unten.

Buchhaltung an einer Fachhochschule für Wirtschaft lernen

Die Managementschulen des Typs HEC (Hautes études commerciales) und HEG (Haute école de gestion, Fachhochschule für Wirtschaft) bereiten auf Zeugnisse des Typs Bachelor (3 Jahre Studium) und Master (ca. 2 Jahre Studium) vor. Es gibt eine akademische Ausrichtung mit Themen aus dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre (Business Management) (ca. 2 Jahre Studium). 

Es gibt auch Executive-Masterstudiengänge vom Typ MBA (Master of Business Administration), die sich eher an junge Manager oder angehende Manager mit einem anderen Hintergrund richten, z. B. an Ingenieure, die ein Team leiten sollen oder die planen, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. MBAs sind kostenpflichtig und kosten in der Regel zwischen 22 000 und 70 000 CHF; die Zulassung erfordert das Einreichen bestimmter Bewerbungsunterlagen. Die Zielgruppe sind in der Regel Erwachsene mit etwa zehn Jahren Berufserfahrung, die einen Bachelor-Abschluss haben und bereits eine Führungs- oder Managerposition innehaben. 

Alle diese Ausbildungsprogramme beinhalten einen großen Anteil an Buchhaltung und Finanzen. Buchhaltung und Rechnungswesen sind wesentliche Bestandteile der Unternehmensführung und -entwicklung und daher ein allgegenwärtiges Thema in den Bereichen Business und Unternehmertum. 

Diese Ausbildungen zielen nicht direkt darauf ab, Buchhalter/in zu werden, aber es ist ein möglicher Weg, um Positionen in der Buchprüfung oder der Strategie- und Investitionsberatung zu erreichen und in die Finanzabteilung eines Unternehmens aufzusteigen. Die großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, die Big Four (PWC, Deloitte, E&Y, KPMG), stellen junge Hochschulabsolventen ein, um sie für die Praxis zu qualifizieren. Sie bereiten im Übrigen auch auf die Prüfungen zum Wirtschaftsprüfer vor.

Dieser Weg ermöglicht es, beruflich weit zu kommen, ist aber sehr langwierig und ressourcenintensiv (Zeit, Finanzierung), weil er nicht direkt auf den Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin an sich abzielt – die meisten Studierenden in Business Schools wollen auch nicht Buchhalter/Buchhalterinnen werden.

Buchhaltung lernen mit einem Institut für Erwachsenenbildung

Im Vergleich zu den beiden oben genannten Ansätzen ist die Erwachsenenbildung immer noch der sicherste und schnellste Weg, um Buchhalter/in zu werden. 

Für jede Position im Beruf des Buchhalters/der Buchhalterin gibt es spezielle Ausbildungen. Jede dieser Ausbildungen bildet auf einem bestimmten Kompetenzniveau aus, das in die Fähigkeit mündet, mehr oder weniger komplexe Probleme zu lösen. Die im Unterricht behandelten Lernsituationen werden sich später auch in einem beruflichen Kontext wiederfinden. Es handelt sich also um sehr „handlungsorientierte“ Ausbildungen, die auf der Praxis des Buchhalterberufs basieren, und was in der Ausbildung gelernt wird, wird später natürlich an einem Arbeitsplatz umgesetzt. 

Zu den Buchhaltungsausbildungen in der Schweiz gehören unter anderem:

  • Diplom als Buchhaltungsgehilfe/in;
  • Diplom als Buchhalter/in;
  • Diplom als Fachmann/-frau für Rechnungswesen
  • Fachfrau/Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis
  • Diplom Experte/Expertin für Finanzen und Controlling
  • Diplom des Wirtschaftsprüfers/der Wirtschaftsprüferin

Es gibt auch spezialisierende, tätigkeitsspezifische Ausbildungen, wie das Zertifikat als MwSt.-Spezialist, wenn Sie sich für indirekte Steuern interessieren. Dasselbe gilt, wenn Sie sich auf Lohnadministration und Sozialversicherung spezialisieren möchten. 

Ein Berufsabschluss in Buchhaltung und Rechnungswesen ist der beste Weg, um schnell in die Buchhaltung einzusteigen und eine bezahlte Stelle anzunehmen. Insgesamt gibt es zwei Möglichkeiten, eine Ausbildung zu absolvieren: Präsenzunterricht oder Online-Unterricht (Fernunterricht).

Besuchen Sie einen Online-Buchhaltungskurs, um sich in Ihrem eigenen Tempo weiterzubilden!

Es ist möglich, Buchhaltungskurse online zu belegen. Fortschritte in der Technologie haben einen erheblichen Einfluss auf die Art und Weise, wie der Zugang zu den Ausbildungen gestaltet ist. Dies erklärt den regelrechten Boom von Online-Buchhaltungskursen in den letzten Jahren. Darüber hinaus ist E-Learning nach der Gesundheitskrise mehr denn je im Trend. 

In der Tat besteht die Distanzausbildung in Buchhaltung, ob ganz oder teilweise online, darin, dass die gesamten Kurse oder ein Teil davon zu Hause oder im Büro über E-Learning-Module absolviert werden. Ein online abgehaltener Buchhaltungskurs bietet zahrleiche Vorteile:

  • Sie haben die Möglichkeit, Ihre Ausbildung in Ihrem eigenen Tempo und bequem von zu Hause oder Ihrem Arbeitsplatz aus zu absolvieren Jeder Mensch ist anders und jeder Mensch lernt anders und mit einem anderen Tempo. Dies ist eine gute Gelegenheit, das Tempo auf Ihre Lernbedürfnisse abzustimmen. So lernen Sie effektiver.
  • Sie passen Ihre Lernzeiten an Ihre zeitliche Verfügbarkeit an. Auch wenn Sie berufstätig sind und/oder familiäre Verpflichtungen haben, werden Sie aufgrund der Flexibilität des Online-Ausbildungsmodells die Möglichkeit zum Lernen finden. In diesem Fall können Ihre zeitlichen Beschränkungen mit einer guten Organisation umgangen werden. So lernen Sie auf motiviertere Weise.
  • Sie sparen Zeit und Energie, da Sie auf Fahrten verzichten können. Diese Zeit und Energie investieren Sie in Ihre Ausbildung oder widmen sie Ihren Angehörigen und Ihrer Freizeit.

So können Sie mit einer gewissen Disziplin und guter Organisation die wichtigsten Elemente der Buchhaltung beherrschen lernen, während Sie mit den täglichen Aktivitäten Ihres Berufs- oder Familienlebens beschäftigt sind. Auf diese Weise werden Sie beim Lernen unabhängiger.

Die Gründe und Motive für die Ausbildung in Buchhaltung und Rechnungswesen aus Sicht unserer Lernenden

Unser E-Learning-Institut führte eine qualitative Umfrage unter einem Panel von 16 Lernenden durch. Hier sind die wichtigsten Gründe, die sie dazu bewogen haben, sich in Buchhaltung und Rechnungswesen in der Schweiz ausbilden zu lassen:

  • Wichtig ist es, mit den Grundlagen der Buchhaltung zu beginnen: Beherrschung von Konzepten wie Bilanz lesen, Journal, Hauptbuch, Warenwirtschaft, Mehrwertsteuer, Abschlussbuchungen wie Abschreibungen usw.;
  • Erwerb von Fähigkeiten, die in den Augen von Arbeitgebern wertvoll sind ;
  • Beitrag zur Personlichkeitsentwicklung: mehr Disziplin im Alltag der Lernenden, bessere Verwaltung der persönlichen Ausgaben und Investitionen usw.

Um die vollständigen Erfahrungsberichte unserer Lernenden zu sehen, lesen Sie bitte den entsprechenden Artikel.

Buchhaltung lernen mit der BetterStudy-Plattform

Die BetterStudy-Methode ist eine Unterrichtsmethode, die sich auf die Bildungswissenschaften stützt und darauf abzielt, Buchhaltungskompetenzen auf effektive und motivierende Weise aufzubauen. Das Lernpensum ist vielfältig und umfasst Inhalte mit hohem Mehrwert, die durch eine technologische und menschliche Komponente ergänzt werden.  

BetterStudy stellt seinen Lernenden Online-Kurse mit vorab aufgenommenen Videos zur Verfügung, die eine bestimmte Unterrichtsstunde wie im Präsenzunterricht wiedergeben.

Die Lernenden haben Zugang zu interaktiven Übungen sowie zu deren Autokorrektur und detaillierten Lösungen. Die sofortige Korrektur ermöglicht ein effektiveres Lernen.

Zusätzlich werden von Zeit zu Zeit Gruppenworkshops in Form von Webinaren organisiert und unsere erfahrenen Dozenten stehen unseren Lernenden während ihrer gesamten Ausbildung zur Seite.

Das BetterStudy-Institut bietet 5 zertifizierte Ausbildungen an:

  • Diplom als Buchhaltungsgehilfe/in
  • Diplom als Buchhalter/in
  • Diplom als Fachmann/-frau für Rechnungswesen
  • Zertifikat als Umsatzsteuerspezialist
  • Fachfrau/Fachmann im Finanz- und Rechnungswesen mit eidg. Fachausweis

Unsere Ausbildungen sind bei Arbeitgebern dank mehrerer Qualitätskriterien anerkannt:

  • EduQua-Zertifizierungen: Schweizer Qualitätslabel für Weiterbildung Erwachsener
  • Mitglied des Swiss EdTech Collider der EPFL: führender Zusammenschluss innovativer Schweizer und internationaler Unternehmen im Bildungsbereich
  • Unsere Lehrkräfte sind Mitglieder von Swissco und EXPERTsuisse, Expertenkammern für Finanz- und Rechnungswesen
  • Plattform und Inhalte, die von Hochschulen und Berufsbildungszentren genutzt werden, wie HEG Genf, HES-SO Wallis, Migros-Klubschule, USPI Formation usw.

Testen Sie jetzt unsere Ausbildungen und beantragen Sie Ihren kostenlosen Zugang zur Plattform.

Fordern Sie Ihren kostenlosen Plattformzugang an
Gefällt Ihnen dieser Leitfaden? Teilen Sie ihn mit Ihren Freunden/Freundinnen:

Inhaltsverzeichnis

Zum Abschluss dieses Leitfadens

Der Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen umfasst zahlreiche Berufe, die alle gleichermaßen attraktiv sind: Treuhandwesen, direkte und indirekte Steuern (Mehrwertsteuer), Lohnadministration und Sozialversicherungen, interne Kontrolle, Wirtschaftsprüfung, Finanzanalyse, Finanzierung und Investition, Beratung usw.

Der Einstieg in die Buchhaltung ermöglicht nicht nur den Zugang zu intellektuell interessanten Arbeitsplätzen, sondern bietet auch sehr vorteilhafte Arbeitsbedingungen: die Bürozeiten, die hohen Gehälter, die Arbeitsplatzsicherheit, um nur die wichtigsten zu nennen. Darüber hinaus ermöglicht die Buchhaltung aufgrund der Vielzahl von Berufen in diesem Bereich all jenen eine hohe berufliche Mobilität, die Erfahrungen in verschiedenen Branchen (Industrie, Bankwesen, öffentliche Verwaltung usw.) sammeln oder im Laufe ihrer Karriere unterschiedliche Aufgaben erfüllen möchten. Schließlich ist es auch ein Bereich, in dem Praxis und Erfahrung geschätzt und belohnt werden. Im Laufe der Jahre haben Sie die Möglichkeit, Stellen mit zunehmender Verantwortung zu besetzen, um möglicherweise als Spezialist oder Experte eine Führungsposition zu übernehmen, oder auch in Managerpositionen bis hin zur Finanzleitung eines Unternehmens aufzusteigen. Was auch immer Ihre Ambitionen sind, der Bereich Buchhaltung und Rechnungswesen bietet jedem seine Chance dank eines günstigen wirtschaftlichen und beruflichen Umfelds sowie eines erleichterten Zugangs zu hochwertigen Weiterbildungsangeboten, wobei der Ausgangspunkt häufig ein Diplom als Buchhaltergehilfe/in oder ein Diplom als Buchhalter/in ist.

Ich hoffe, dieser Leitfaden hat Ihnen die Motivation vermittelt, sich ebenfalls der Gemeinschaft der Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen anzuschließen.

download-leitfaden-buchhalter-werden
Christophe Rieder

Christophe Rieder

Gründer und Geschäftsführer von BetterStudy Sarl
Master of Science HES-SO in Betriebswirtschaftslehre
Eidgenössisches Berufsbildungslehrerdiplom